„Ein Neuron ist die kleinste Erzählung im großen Roman der Intelligenz: biologisch ein elektrochemischer Funke, künstlich ein einfacher Rechenknoten, der Eingaben gewichtet, summiert und aktiviert. Allein ist es unscheinbar, in Milliarden jedoch formt es Muster, Erinnerungen und Entscheidungen. In der KI sind Neuronen abstrakte Werkzeuge — mathematische Funktionen, die durch Daten und Optimierung zu komplexen Fähigkeiten verschweißt werden. Ihre Stärke liegt in der kollektiven Emergenz, ihre Schwäche in der Undurchsichtigkeit: Wir bauen Architekturen, die lernen, ohne dass wir stets verstehen, wie einzelne Neuronen zur Antwort beitragen. Die Zukunft verlangt, diese Bausteine nicht nur leistungsfähig, sondern auch erklärbar und verantwortungsvoll einzusetzen — denn aus der Summe vieler einfacher Neuronen entspringt letztlich, wie wir Maschinen Vertrauen schenken oder verweigern.“
